Copyright 2011   Impressum

ErklÄrung Tai Chi Chuan

Die geheimisvolle Energie "Chi"

Die Form

Tai Chi und Gesundheit

Warum Kampkunst?

 

Warum Kampfkunst?

Mit dem Netz fängt man Fische.
Nimm die Fische und vergiss das Netz!

(Dschuang Dsi, ca. 300 v.Chr.)

Wenn wir in der westlichen Kultur nach Kampfkünsten suchen, finden wir keine große Auswahl. Über Boxkampf, Ringen und Degenfechten geht das Angebot wohl kaum hinaus, und hierbei geht es in erster Linie um Selbstverteidigung, Körperertüchtigung und Reaktions- oder Reflexschulung.

In China hat die Kampfkunst eine lange Tradition. Nur wer sich verteidigen konnte, war frei von Unterdrückung. Daher wurden die Kampfkünste immer weiterentwickelt. Einen entscheidenden Beitrag lieferten die Klöster. Dort übten die Mönche, möglicherweise als Ausgleich für das lange Sitzen in der Meditation, vielleicht auch um sich vor Räubern zu schützen, und verfeinerten die Techniken. Hier entstand wohl auch der Ansatz der Spiritualität in den Kampfkünsten.

Mit der Entwicklung des Tai Chi Chuan sind dann die äusserlichen Techniken über sich selbst hinausgewachsen und erreichten höchste geistige Ebenen.
Der Name Tai Chi (das Höchste, Letzte) Chuan (Boxen) drückt das aus.

Heutzutage ist der Kampfkunstaspekt in den Hintergrund getreten. Dies ist vor allem der Yang-Familie zu verdanken, deren Vertreter die gesundheitlichen Aspekte des Tai Chi Chuan immer besonders hervorgehoben haben.

Die Chi-Energie, ursprünglich zum Kampf eingesetzt, kann natürlich auch für die Gesundheit verwendet werden. Aber der Anwendungsbereich geht noch weiter: Als künstlerische Ausdrucksfähigkeit, in der Malerei, der Musik oder im Theater, im Geschäftsleben, im Umgang mit Menschen, im Handwerk. Die Energie ist wie eine Art Zahlungsmittel, vielseitig einsetzbar und in alle Lebensbereiche transformierbar. Dass es ausgerechnet in der Kampfkunst seine höchste Entwicklung gefunden hat, ist vielleicht kein Zufall; denn gerade in früheren Zeiten ging es oftmals gleich um Leben oder Tod. Und hat der Überlebenswille nicht die Menschen schon immer zu Höchstleistungen motiviert?